
Hier gebe ich einen Überblick über die verschiedenen Mac-Modelle, die ich jeweils als Hauptrechner genutzt habe. Eine Aufzählung der insgesamt vorhandenen Computer würde den Rahmen sprengen. In meiner Sammlung finden sich zahlreiche Oldtimer, die aus Gitterboxen gerettet und vom Sperrmüll geholt wurden, aber auch Kultgeräte wie der SE/30 oder der Powermac Cube. Auch wenn ich mir fest vorgenommen habe, keinen weiteren Altrechnern Asyl zu gewähren, bin ich mir nicht sicher, ob ich einen Quadra 840av, einen Mac Plus, einen original iMac oder gar einen Spartacus an mir vorbei gehen lassen könnte. Abgänge waren bislang selten: Mein iBook habe ich verkauft, weil ich es viel zu wenig genutzt habe. Der Powermac G4 wurde nach Netzteilversagen ausgeschlachtet und das Gehäuse entsorgt.

Performa 475
erworben: 1994 (neu)
Arbeitsspeicher: 4 MB (-> 20 MB -> 36 MB)
Festplatte: 160 MB (-> 1 GB)
Hardware Upgrades: Aufgebohrt von 25 Mhz auf 33 MHz, 10baseT-Karte, Grafikspeicher 512 KB -> 1 MB
größtes Plus: endlich ein Rechner
größtes Minus: immer zu wenig Speicher
Die ersten Gehversuche und gleich infiziert: Textverarbeitung mit Word 5.1, Zeichnungen mit MS Works, Strukturformeln mit ChemDraw, SimCity bis zum Abwinken. Bei diesem Rechner war das Betriebssystem vorinstalliert und lag nicht auf externen Datenträgern bei. Dafür gab es ein Dienstprogramm "Daten sichern", um den Inhalt der Festplatte häppchenweise auf Diskette zu speichern. Ich habe tatsächlich an einem Abend 54 Disketten bespielt, beschriftet, ordentlich weggepackt und nie wieder angefasst. In einer wilden Aktion wurden ein paar Widerstände umgelötet und der 68LC040 damit von 25 MHz auf 33 MHz beschleunigt (Danach brauchte man erst mal einen Schnaps). Wichtigste Peripheriegeräte: Apple CD-ROM 300 (mit Caddy), Stylewriter II, externe Festplatte (klein und laut), gemeinschaftlich genutzer CD-Brenner, Flachbett-Scanner.
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PowerPPC 7600/132
erworben: 1998 (gebraucht)
Arbeitsspeicher: 32 MB (-> 96 MB -> 304 MB)
Festplatte: 1,2 GB (-> 4,5 GB + 20 GB)
Hardware Upgrades: G3@400MHz, IDE-Controller, 100baseT-Karte, Voodoo 3-Gfx, 40 x CD-ROM, Grafikspeicher 2 MB -> 4 MB
größtes Plus: Erweiterbarkeit
größtes Minus: sehr laut
Irgendwann musste ein Powermac her, einen neuen konnte der arme Student sich nicht leisten. Also 3 Stunden auf der Bahn zugebracht und ein Gebrauchtgerät angeschafft. Damals war der Arbeitsspeicher noch so teuer, dass man sich jedes MB vom Mund absparen musste. Die Upgrademöglichkeiten des Rechners waren traumhaft: Deckel runter, Netzteil weggeklappt und ab gings. Die drei PCI-Slots waren dann ziemlich bald voll (unter anderem steckte eine der seltenen Voodoo 2 Karten für Mac OS in der Kiste, die dann gegen eine Voodoo 3 ausgetauscht wurde). Spätestens nach dem G3-Upgrade war klar, dass man aus einem alten Gaul kein Rennpferd machen kann. Der Rechner ist übrigens immer noch im Einsatz und zwar als Scanner-Frontend. Wichtigste Peripheriegeräte: Zip-Drive, Aktivboxen.
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Powermac G4 400, "Gigabit Ethernet"
erworben: 2000 (neu)
Arbeitsspeicher: 128 MB (-> 1,15 GB)
Festplatte: 20 GB (+ 40 GB + 120 GB)
Hardware Upgrades: ATI Radeon 8500
größtes Plus: Internet zu Hause
größtes Minus: mieses Netzteil
Nach dem Diplom konnte ich mir endlich einen neuen G4 anschaffen, natürlich nur den kleinsten. Mit dem eingebauten 56k-Modem machte ich die ersten privaten Erfahrungen im Internet. Weil die Performance bei Unreal Tournament irgendwann nicht mehr reichte, musste eine neue Grafikkarte her. In den Slot für das interne Zip kam eine dritte Festplatte. Zwei dicke Ramriegel wurden aus dubioser Quelle beschafft und verschafften zum ersten Mal das luxuriöse Gefühl, immer genug Speicher zu haben. Die public Beta von OS X wurde installiert, angeschaut und für furchtbar befunden. Erst mit 10.2 stieg ich dann endgültig um. Als das Netzteil die Füsse hochriss (so viel zur Hardwarequalität von Apple) lief Mac OS 10.5 immer noch einigermaßen flüssig. Schade, dass er nicht mehr da ist. Wichtigste Peripheriegeräte: ToUCam-Pro, Ethernet-Hub, Deskjet 930c, Zweitmonitor, USB-Stick.

Powermac G5 1,8 Dual
erworben: 2005 (neu)
Arbeitsspeicher:256 MB (-> 2,25 GB)
Festplatte: 80 GB (-> 250/320 GB -> 2x 1 TB)
Hardware Upgrades: keine
größtes Plus: leise, Leistung satt
größtes Minus: PPC-CPU
Man soll eigentlich keinen Rechner auf Vorrat kaufen, ich tat es trotzdem und ärgerte mich schwarz. Hätte ich noch ein paar Monate die Füsse stillgehalten, wäre ich bei den ersten MacIntel-Nutzern gewesen. Es kam anders. Sicher, als die Wunderkiste eintraf, war das ein wunderschöner Tag (und den Film "Auspacken und Inbetriebnahme" schaue ich mir immer noch gerne an.), die Ernüchterung nach nur 5 Monaten war dann umso heftiger. Mit diesem Mac begann die private DSL-Nutzung, ein Top-TFT-Display entspannte die Augen. Der Arbeitsspeicher wurde noch am ersten Tag satt ausgebaut und insgesamt war ich mit der Performance der "Käsereibe" immer zufrieden, auch wenn ein Intel-basierter Mac mini nur einen Bruchteil des Stroms verbrauchte und dabei um meine Kiste Kreise lief. Eines Tages rauchte ein Chip der Lüftersteuerung ab (so viel zur Hardwarequalität von Apple) und mein Bolide quälte mich von da an mit auf- und abschwellenden Betriebsgeräuschen, die auf Dauer enervierten. Der Schneeleopard kam, aber nicht für mich, denn Apple hatte den PowerPC fallengelassen, wie eine heiße Kartoffel. Auf weitere böse Überraschungen seitens der Firma aus Cupertino hatte ich keine Lust mehr: Die Revolution begann. Wichtigste Peripheriegeräte: DSL-Modem, Router, Security-Appliance, NAS, iPod Shuffle, 2+1 Soundsystem.

Hackintosh "Judas" Intel Core 2 Duo 3 GHz
gebaut: 2010 (aus Neuteilen)
Arbeitsspeicher: 4 GB
Festplatte: 2x 1 TB
Hardware Upgrades: noch keine
größtes Plus: maßgeschneidertes System
größtes Minus: Design
Ein bisschen Recherche, eine sorgfältige Analyse der eigenen Computerbedürfnisse, ein Seitenblick auf Apples Produktpalette, dann war die Sache klar: Mein neuer Rechner würde ein Hackintosh sein, mit genau der Hardwareausstattung, die ich brauche, die jederzeit mit günstigen Komponenten ergänzt werden kann. Ich hatte es einfach satt, mich von einem Steve Jobs und seinen Schergen weiter gängeln zu lassen. Ich hatte es satt, auf einen erweiterbaren Mac unterhalb des Mac Pros zu warten. Judas ist keine Schönheit, aber flott genug ist er. Im Unterschied zu einem Mac mini bleibt sogar die CPU beim Primeln auf einem vernünftigen Temperaturniveau. Und wenn beim nächsten Systemupdate auf 10.7 nichts mehr geht, weil Apple das OS verdongelt? Dann habe ich halt Pech gehabt. Wichtigste Peripheriegeräte: Apple-Aufkleber, NoName-Bluetoothdongle, iSight.
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